Diese Veranstaltungen, die Tausende von Teilnehmern in riesigen Zelten versammeln, beruhen auf dem gemeinsamen Verzehr lokaler Lebensmittel, dem Gesang und dem geselligen Schmausen „live“, was eine krasse Alternative zu digitalen Formen der Freizeitgestaltung darstellt.
Eine der wichtigsten für die Förderung dieses Trends verantwortlichen Akteure ist die Organisation „La Canonnade Française“ (Die französische Kanone), die mit ihren Veranstaltungen die lokale Gastronomie und traditionelle Formen der Gemeinschaftlichkeit zelebriert. Die Teilnehmer erlangen gegen Zahlung eines bestimmten Betrags die Möglichkeit, an einer mehrstündigen Veranstaltung teilzunehmen, die mit ihren Wurzeln an die einstigen dörflichen und städtischen Feste anknüpft.
Dieses Phänomen, obwohl es auf den ersten Blick einen ausschließlich kulturell-unterhaltenden Charakter hat, ist zum Gegenstand scharfer Kritik seitens der Mainstream-Medien geworden, darunter der britischen BBC sowie deutscher Medien. Diese Bankette werden aufgrund ihrer angeblichen Verbindungen zu rechten politischen Kreisen als „gefährlich“ bezeichnet. Kontrovers ist der Umstand, dass einer der Teilhaber der Unternehmen, die diese Festmähler organisieren, ein bekannter rechter Aktivist ist, der konservative Thinktanks finanziert.
Vergleiche der französischen Bankette mit deutschen Festen vom Typ „Zeltfest“, dem bayerischen Schmausen zur Ziehharmonika oder traditionellen polnischen Festmählern verweisen auf den universellen Charakter dieser Form der Freizeitgestaltung in Europa. Diese Traditionen dienten seit Jahrhunderten dem Aufbau lokaler Bindungen und ermöglichten einen freien Gedankenaustausch in einer lockereren Atmosphäre, die über die starren Rahmen der öffentlichen Korrektheit hinausgeht.
Die Analyse des Streits um die Bankette offenbart tiefe Spannungen zwischen traditionellen Formen des gesellschaftlichen Lebens und den modernen Anforderungen der politischen Korrektheit. Während die Medien und die linken Parteien sich von solchen Veranstaltungen zu distanzieren scheinen, scheint das gesellschaftliche Interesse am geselligen Schmausen zu wachsen, was als Bedürfnis nach Authentizität und nach einer Rückkehr zu den Wurzeln interpretiert wird. Die traditionelle Gemeinschaftlichkeit wird mit dem Vorwurf des rechten Radikalismus konfrontiert.
Trotz der medialen Kritik ziehen diese Veranstaltungen Tausende von Menschen an, die unmittelbare Beziehungen und die Pflege lokaler Traditionen suchen.