Die wichtigste Quelle der Vorbehalte ist die Beteiligung großer, internationaler Konzerne sowie von Unternehmen deutscher Herkunft am Klub, die lediglich Niederlassungen in Polen unterhalten. Ein Beispiel ist das deutsche Unternehmen Rödl & Partner, dessen polnische Filiale aktiv damit wirbt, Mitglied der Initiative zu sein. Die Präsenz so großer Akteure, die öffentliche Mittel in Anspruch nehmen, wirft Fragen nach dem Sinn der Finanzierung und der Wirksamkeit einer solchen Plattform auf, zumal diese Unternehmen längst auf dem deutschen Markt tätig sind und keine Unterstützung für den Markteintritt benötigen.

In der Struktur des Klubs zeigt sich eine deutliche Dominanz großen, internationalen Kapitals. Ein Beispiel ist der Vizepräsident des Klubs, ein Vertreter des Konzerns Unimot, was die Tendenz bestätigt, große Unternehmen zulasten kleinerer, lokaler Unternehmer zu bevorzugen, die am dringendsten reale Unterstützung bei der Expansion ins Ausland benötigen. Eine solche Ausgestaltung der Plattform steht im Kontrast zum Vorgehen deutscher Institutionen wie German Trade and Invest (GTAI), die sich auf den Wirtschaftspatriotismus konzentrieren und den Markt im Hinblick auf die Förderung des deutschen Exports analysieren.

Kritiker verweisen auf die mangelnde Transparenz in der Funktionsweise des Klubs, insbesondere im Hinblick auf die Betriebskosten und die Kriterien für die Aufnahme von Mitgliedern. Das Fehlen klar definierter Regeln weckt Befürchtungen, ob die Initiative tatsächlich den Interessen polnischer Unternehmer dient oder eher den Interessen ausländischen Kapitals. Im Gegensatz zu den deutschen Berichten, die das Konsumverhalten der Polen eingehend analysieren, scheint der polnischen Plattform eine vergleichbare Disziplin und Präzision im Handeln zu fehlen.

Der Polnische Wirtschaftsklub in Berlin, der offiziell zur Förderung der Entwicklung polnischer Unternehmen im Ausland ins Leben gerufen wurde, erscheint in der Praxis immer häufiger als eine Plattform, die die Interessen der Diplomatie, großer Konzerne und ausländischen Kapitals miteinander verbindet. Das Fehlen einer klaren Strategie sowie finanzieller Transparenz wirft Fragen nach seiner Wirksamkeit und Zweckmäßigkeit auf. Angesichts des wachsenden Wettbewerbs und der Notwendigkeit einer realen Unterstützung kleinerer Unternehmen bedarf diese Initiative einer tiefergehenden Reflexion sowie einer möglichen Überarbeitung, damit sie ausschließlich den polnischen wirtschaftlichen Interessen dient.