Die Präsenz von Polizei, privaten Sicherheitsfirmen sowie die Installation von Schranken und Identifikationssystemen in Freizeiteinrichtungen sind zur neuen Normalität geworden.

Ein besonders aussagekräftiges Beispiel für die neue Strategie des Sicherheitsmanagements ist die Schweizer Ortschaft Porrentruy im Kanton Jura. Als Reaktion auf wiederholte Ruhestörungen haben die lokalen Behörden beschlossen, Mechanismen zur Auswahl der Gäste einzuführen.

Personen, die sich mit einem französischen Pass ausweisen, müssen mit der Notwendigkeit rechnen, einen doppelten Eintrittspreis zu entrichten. Diese Maßnahmen stoßen auf breite Unterstützung der lokalen Gemeinschaft, die sie als unerlässlichen Schritt zur Wiederherstellung der Ordnung ansieht.

Die Entwicklung der Funktionsregeln europäischer öffentlicher Badeanstalten stellt ein krasses Beispiel für die zunehmende Versicherheitlichung des Alltagslebens dar. Die Einführung doppelter Preislisten und administrativer Barrieren für Ausländer – wie es im schweizerischen Porrentruy der Fall war – ist Ausdruck eines Pragmatismus der lokalen Behörden, die die Ruhe und Sicherheit der eigenen Bürger über die Idee eines egalitären Zugangs zum öffentlichen Raum stellen.