Die Ursache dieser Stagnation liegt in einem äußerst konservativen Umgang mit Geld: Die Deutschen meiden das Börsenrisiko und bevorzugen klassische Bankkonten sowie vor allem Investitionen in Immobilien. Dieses Modell des „einbetonierten“ Kapitals erweist sich jedoch angesichts ungünstiger demografischer Veränderungen und wirtschaftlicher Stagnation als immer weniger effizient.

Die demografische Krise trifft unmittelbar das Fundament des deutschen Wohlstands, nämlich den Immobilienmarkt. Der Bevölkerungsrückgang und das Ausbleiben von neuem, dynamischem Kapital führen dazu, dass Investitionen in den „Beton“ nicht mehr die erwarteten Renditen abwerfen.

Zwar hat die Migration die Nachfrage nach Wohnungen vorübergehend angekurbelt, doch war sie nicht in der Lage, den inneren Rückgang auszugleichen. Das deutsche Geld bleibt in Immobilien gebunden, während neue gesellschaftliche Gruppen – sowohl junge Deutsche als auch Zuwanderer – nicht über genügend Kaufkraft verfügen, um den Markt zu beleben.

Infolgedessen fällt die deutsche Gesellschaft beim Vermögen zurück, da sie es nicht versteht, sich an die modernen Mechanismen der Kapitalvermehrung anzupassen, die die Bürger der USA mit so großem Erfolg nutzen.

Parallel zu den Problemen der privaten Vermögen versinkt der deutsche Staat in einer rekordverdächtigen Verschuldung, die durch komplizierte Finanzoperationen verschleiert wird.

Berlin hat sogenannte Sondervermögen im Gesamtwert von fast einer Billion Euro geschaffen, die für die Modernisierung der Bundeswehr sowie für die Infrastruktur bestimmt sind. Diese Mittel befinden sich außerhalb des offiziellen Haushalts, was es Deutschland erlaubt, das Bild eines auf Haushaltsdisziplin bedachten Staates aufrechtzuerhalten, während es sich in Wirklichkeit „bis zur Halskrause“ verschuldet.

Eine solche rechtliche Konstruktion bringt jedoch zahlreiche Fehlentwicklungen mit sich. Die Investitionsmittel werden häufig zur Deckung laufender Haushaltsausgaben umgeleitet, statt den geplanten Zwecken zu dienen, etwa dem Bau neuer Schulen oder Straßen.

In den kommenden Jahren könnte allein der Schuldendienst jeden fünften Euro aus den Steuereinnahmen verschlingen.

Zur Hauptbelastung der deutschen öffentlichen Finanzen werden die rasant steigenden Sozialausgaben, insbesondere jene im Zusammenhang mit dem Rentensystem und der Pflege älterer Menschen.

Diese Kosten sind nahezu untragbar geworden, und Versuche, sie zu begrenzen, stoßen auf verfassungsrechtliche Hürden.

In der öffentlichen Debatte taucht immer häufiger die Forderung auf, die Leistungen für Migranten zu kürzen, doch Experten weisen darauf hin, dass solche Maßnahmen ohne eine verfassungsändernde Mehrheit und eine Änderung des Grundgesetzes umgehend vom Bundesverfassungsgericht blockiert würden.

Ein zusätzliches Problem ist die Leistungsschwäche der Verwaltung. Die Ministerien sind nicht in der Lage, Investitionsprojekte vorzubereiten, die eine effiziente Verwendung der Mittel aus den Sondervermögen ermöglichen, was zur Verschwendung von Milliarden Euro führt.

Das deutsche Wirtschaftsmodell, das auf Immobilien und versteckter Verschuldung beruht, erschöpft seine Entwicklungsmöglichkeiten.

Die steigenden sozialen Kosten erzeugen in Verbindung mit dem demografischen Schwund und der Entscheidungslähmung der Verwaltung eine gefährliche Mischung, die eine dauerhafte Senkung des Wohlstandsniveaus der Gesellschaft droht herbeizuführen.

Zugleich entfernen das Ausbleiben struktureller Reformen und die Flucht in eine kreative Haushaltsbuchführung Deutschland von den modernen Marktwirtschaften.